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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 390,00 € |
385,90 € |
+4,10 € |
+1,06 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0008404005 |
840400 |
- € |
- € |
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Allianz Marketperformer 28.12.2000
AC Research
Die Analysten von AC Research bleiben hinsichtlich der Aktie der größten deutschen Versicherungsgesellschaft (WKN 840400) weiterhin bei ihrer Einstufung als Marketperformer.
Die überdurchschnittliche Entwicklung der letzten Wochen erklären die Analysten mit den Unsicherheiten an den Finanzmärkten. In derartigen Zeiten werden Versicherungstitel als „rettende Anker“ angesehen. Hinzu kommen bei der Allianz die hohen stillen Reserven in den gehaltenen Finanzbeteiligungen, die ab 2002 steuerfrei gehoben werden können. Der weitere Einsatz dieser Finanzmittel führe jetzt schon zu Fantasie, ebenso wie die Rentenreform langfristig für weiteren Umsatz sorgen sollte.
Der vorgelegte Neunmonatsbericht habe hingegen nur wenig Erhellendes erbracht. Einzig über die Entwicklung der Beitragseinnahmen werden genauere Angaben gemacht. Diese liegen mit einem Plus von 15 Prozent auf knapp 51 Mrd. Euro über den Erwartungen. Das hohe Beitragsplus stamme insbesondere aus dem europäischen Personenversicherungsgeschäft, während das Wachstum aus der Schaden- und Unfallversicherung deutlich dahinter zurück bleibe. Angaben zur Ertragssituation seien keine getroffen worden. Nur das bisherige Ertragsplus von 10% wurde bestätigt.
Vor dem Hintergrund der wenig geänderten fundamentalen Situation im laufenden Jahr scheine dies nachvollziehbar. Die Übernahme des US-Vermögensverwalters Applegate werde voraussichtlich zu einmaligen und auch laufenden Aufwendungen in zweistelliger Millionenhöhe führen und das Ergebnis entsprechend belasten. Weitere Ergebnisbelastungen erwarte man aus dem angekündigten Ausbau der Finanzplaner-Organisation. Diese Maßnahme soll zumindest vorübergehend über die nach wie vor ausstehende Stärkung des Bankenvertriebes hinwegtrösten. Eine Stärkung des Nicht-Versicherungsvertriebes werde vor dem Hintergrund der beschlossenen Rentenreform immer wichtiger, da ein Vertrieb von Fondsprodukten über die bestehende auf Versicherungsprodukte ausgerichtete Vertriebsmannschaft schwierig sei.
Im aktuellen Jahr seien im Gegensatz zum Vorjahr bisher größere Belastungen aus Groß- und Naturkatastrophenschäden ausgeblieben. Hinzu komme die Entspannung in der wichtigsten inländischen Versicherungssparte, der Kraftfahrtversicherung, aufgrund der durchgeführten Beitragserhöhungen, so dass das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft die zusätzlichen Belastungen abfedere.
Insgesamt bekräftigen die Analysten ihre Ergebnisprognose von 9 Euro für das laufende und 10 Euro im kommenden Jahr. Mit einem KGV von knapp 40 werde die Aktie sehr gut bezahlt. Fundamental sei zur Zeit kein überdurchschnittliches Kurspotenzial erkennbar.
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